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GlassHotel

Hausportrait

Arctic TreeHouse Hotel in Rovaniemi: eine Glaswand, ein geschlossener Rücken, 32 Einheiten

Kein Glasiglu, sondern die Gegenbauform: eine grosse Scheibe zur Landschaft, alles andere geschlossen. Warum das im Polarwinter die klügere Lösung ist.

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Illustration: Nadelwald unter Sternenhimmel hinter einer Panoramascheibe

Das Arctic TreeHouse Hotel steht am Polarkreis bei Rovaniemi, entworfen von Studio Puisto Architects und 2016 fertiggestellt. Bauherr ist SantaPark Ltd, der Betreiber des benachbarten Freizeitparks. Für unser Thema ist es der wichtigste nordische Gegenentwurf zum Glasiglu.

Das Urteil in drei Sätzen

Die Bauform ist der Punkt: eine komplett verglaste Front zur Landschaft, dahinter ein geschlossener, schindelverkleideter Baukörper auf schlanken Stützen über dem Waldboden. Das ist im Polarwinter bauphysikalisch die klügere Lösung als eine rundum verglaste Kuppel, kostet aber den senkrechten Blick nach oben. Wer Nordlicht direkt über sich sehen will, ist im Glasiglu besser aufgehoben, wer wohnen will, hier.

Warum wir das Haus aufnehmen

Weil die Glasfläche hier eine Entwurfsentscheidung ist und kein Zubehör. Das Architekturbüro beschreibt eine Wand, die vollständig aus Glas besteht, und Einheiten, die einzeln so gedreht wurden, dass sich die Blickachsen nicht kreuzen. Genau das ist das Kriterium, an dem die meisten Glasanlagen scheitern: Man schaut in die Landschaft, aber auch in das Fenster der Nachbareinheit.

Die Erweiterung ArcticScene von 2017 bis 2018 führt drei grössere Suiten mit mehreren raumhohen Fenstern und Fassadenpaneelen, die dreidimensional gefräst sind und Zapfenschuppen nachbilden. In privaten Zonen wie am Badebereich kommt schaltbares Glas zum Einsatz, also dieselbe Technik, die wir unter schaltbarem Glas beschreiben.

Was wir nicht bewerten: Service, Küche, Preis-Leistung. Wie wir arbeiten, steht in der Bewertungsmethodik.

Die Zahlen, die belegbar sind

MerkmalAngabe von Haus und Architekturbüro
OrtTarvantie 3, Polarkreis, Rovaniemi, Finnisch-Lappland
ArchitekturStudio Puisto Architects
Fertigstellung2016, Erweiterung ArcticScene 2017 bis 2018
BauherrSantaPark Ltd
Einheiten32 Einheiten, dazu 3 ArcticScene-Suiten
KategorienArctic TreeHouse Suites, Arctic GlassHouses mit eigener Sauna, ArcticScene Executive Suites
KonstruktionHolzbau auf Stützen, Schindelfassade, begrüntes Dach, Glasfront zur Landschaft
RestaurantRakas Restaurant und Bar

Was wir nicht behaupten

Wir nennen keine Quadratmeterzahlen für die einzelnen Einheiten, weil weder Haus noch Architekturbüro sie auf den geprüften Seiten angeben. Wir nennen keine Polarlicht-Wahrscheinlichkeit und keine Preise. Und wir bewerten die Aussicht nicht mit einer Note: Die Ausrichtung jeder Einheit ist unterschiedlich, ein Pauschalurteil wäre für die Hälfte der Zimmer falsch.

Für wen das Haus passt

  • Passt, wenn man im Winter mehrere Nächte bleibt und tatsächlich in der Unterkunft Zeit verbringt. Wohnqualität schlägt hier Motiv.
  • Passt, wenn Architektur der Reisegrund ist. Das ist eines der wenigen nordischen Häuser mit dokumentiertem Entwurfsanspruch.
  • Passt nicht, wenn man Abgeschiedenheit sucht. SantaPark ist der Nachbar, das Santa Claus Village liegt in Gehweite.
  • Passt nicht, wenn der senkrechte Blick in den Himmel der Zweck der Reise ist. Dann ist ein Glasiglu die richtige Bauform, siehe Glasiglus in Skandinavien.

Einordnung im Vergleich

Innerhalb Rovaniemis konkurriert das Haus mit der grössten Glasiglu-Anlage der Region, dem Arctic SnowHotel in Lehtojärvi mit 39 Einheiten, 360-Grad-Glasdach und elektrischer Enteisung. Das ist der direkte Vergleich zwischen den beiden Bauformen an einem Ort: Kuppel gegen Glaswand. Die dritte Form, die freistehende Glaslodge, zeigt die Panorama Glass Lodge auf Island.

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Unterkünfte in Rovaniemi

Verfügbarkeit und Preise kommen direkt vom Buchungspartner und ändern sich täglich. Wir führen hier bewusst keine eigenen Preisangaben, die schon nach einer Woche falsch wären.

Häufige Fragen

Ist das Arctic TreeHouse Hotel ein Glasiglu?

Nein. Es ist die zweite nordische Bauform: eine raumhohe Glaswand zur Landschaft, während Dach, Rücken und Seiten geschlossen sind. Der Blick geht seitlich und schräg nach oben, nicht senkrecht in den Himmel.

Wie viele Einheiten gibt es?

Das Architekturbüro nennt 32 Einheiten aus dem ersten Bauabschnitt von 2016 und drei zusätzliche ArcticScene-Suiten aus der Erweiterung 2017 bis 2018. Das Haus führt daneben Arctic GlassHouses mit eigener Sauna.

Sieht man von dort das Polarlicht?

Das Haus wirbt mit Nordlicht und Mitternachtssonne vom Bett aus. Eine Wahrscheinlichkeit nennen wir nicht - sie hängt an Sonnenaktivität, Bewölkung und Aufenthaltsdauer und ist für ein einzelnes Haus nicht belegbar.

Wie nah ist der Weihnachtsmann?

Sehr nah, und das sollte man wissen. Das Hotel liegt am Polarkreis neben dem SantaPark, das Santa Claus Village ist zu Fuss erreichbar. Wer die menschenleere Wildnis sucht, sucht sie hier vergeblich.

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Quellen und Stand

Zuletzt geprüft am . Wir übernachten nicht verdeckt und bewerten keine Häuser aus eigener Anschauung - wie diese Seite entsteht, steht in der Bewertungsmethodik.

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